LIEBESFREUD UND LIEBESLEID

NACH 3 EINAKTERN VON ANTON TSCHECHOW


- 01. + 02. Juli 2005 - Heimathaus Jesteburg

- 03. Juli 2005 - KULTUR Bahnhof Holm-Seppensen

Was passiert denn da? Mitwirkende über Tschechow

WAS PASSIERT DENN DA?

Der Theaterabend setzte sich aus verschiedenen Einaktern von Anton Tschechow zusammen. Das hat Tradition. An den meisten Theatern werden "Der Bär" und "Der Heiratsantrag" an einem Abend gespielt, oft kommt noch ein drittes dazu, z. B: "Der Schwanengesang" oder "Auf der langen Straße.

Ich habe mich für folgende Stücke entschieden:

Die Tragödie wider Willen ist die Geschichte eines verheirateten Mannes, der von seiner Frau, seiner Familie, aber auch allen Verwandten, Bekannten und Freunden ausgenutzt wird. Als einziger, der von seinem Sommerhaus, das er in den Sommermonaten bewohnt, zur Arbeit immer wieder in die Stadt muß, wird er mit Aufträgen so überladen, daß es ihn zu Selbstmordgedanken treibt. Für seine Sorgen hat niemand ein Ohr. Vor Verzweiflung darüber, daß er nur noch als Packesel, nicht mehr als Mensch wahrgenommen wird, irrt er durch die Gegend auf der Suche nach einem Revolver. Nur im Selbstmord sieht er eine Möglichkeit, seinem menschlichen Elend zu entkommen.

Der Heiratsantrag: Cubukov hat eine Tochter im heiratsfähigen Alter, aber bisher hat es noch nicht geklappt. Auf dem Land sind Bewerber rar. So freut er sich über alle Maßen, als sein Nachbar Stepan Lomov zu Besuch kommt, um um die Hand von Natalja zu bitten. Aber was so schön beginnt, gerät aufs völlig falsche Gleis. Doch Lomov ist ein Mann von Prinzipien: Hauptsache, man hat sich entschlossen.

Der Bär: Die Popova wurde vor 9 Monaten Witwe und hat sich entschlossen, ein Leben lang ihrem Mann treu zu bleiben. Mit ihrem Diener Luka lebt sie nun hinter geschlossenen Fenstern und Türen. Als sich eines Tages der Gutsbesitzer Smirnov Zutritt zu ihrem Haus verschafft, um Schulden zu kassieren, die Popov hinterlassen hat, fürchtet die Popova um ihre Grundsätze. Bereit diese zu verteidigen, entspinnt sich ein Kampf der Geschlechter.

So bewegt sich der heutige Abend um das immer aktuelle Thema, dem sich wohl kein Mensch auf Dauer entziehen kann: Liebesfreud und Liebesleid

Aber: Ende gut - alles gut.

Ihre

Loretta Wollenberg